leitbild

Unser LernOrt SEISA

Der «LernOrt SEISA» ist ein Ort, in dem Kinder und Erwachsene zusammenkommen, um miteinander und voneinander zu lernen. Hier haben Kinder die Möglichkeit, eigenmotiviert, selbstbestimmt und in ihrem eigenen Tempo zu lernen – spielerisch, selbstbewusst und mit achtsamer Begleitung, mitten im Leben und stets im Einklang mit ihren eigenen Bedürfnissen.

Die «SEISA» entspringt einer kleinen Quelle im Sense-Oberland und bahnt sich ihren Weg bis hin zum weiten offenen Meer. Für uns steht dies sinnbildlich für die natürliche Entwicklung eines jeden Kindes, das von Geburt an seinem eigenen inneren Antrieb folgt und Schritt für Schritt ins Erwachsenenalter hineinwächst.

Die «SEISA» gilt als der ursprünglichste Fluss des nördlichen Alpenraums und schlängelt sich eingebettet in eine unverwechselbare Naturlandschaft durch unseren Bezirk. Für uns symbolisiert der Fluss die tiefe Verbundenheit zwischen Menschen und Natur.

Die «SEISA» ist für uns ein Ort, an dem wir unsere Wurzeln spüren und stärken, zur Ruhe kommen und uns immer wieder aufs Neue, auf das Wesentliche besinnen können – im tiefen Vertrauen zum Leben.

LernOrt SEISA – ein ORT für selbstbewusstes, eigenmotiviertes, individuelles, spielendes und achtsam begleitetes LERNEN

Unsere Philosophie

Beziehungskultur als Grundlage
Eine achtsame Beziehungskultur bildet für uns das Fundament eines unterstützenden und harmonischen Miteinanders. Diese Haltung prägt sowohl unser Team der Lernbegleiter, als auch den Umgang mit den Kindern. Kinder benötigen auf ihrem Weg der Entwicklung ausreichend „Nahrung“ in Form von Sicherheit, Orientierung, Geborgenheit und Zugehörigkeit, um ihr volles Potenzial entfalten zu können. Die vertrauensvolle und respektvolle Beziehung zu den Kindern und ihren Eltern ist daher die Basis unserer Lernkultur.

Für uns umfasst eine nachhaltige Beziehungskultur auch eine achtsame Verbindung zur Natur. Wir lernen gemeinsam in und mit der Natur und legen großen Wert darauf, Respekt und Wertschätzung vorzuleben und in den Unterricht zu integrieren. Durch regelmäßige Lernorte im Freien haben die Kinder die Möglichkeit, ihre Beziehung zur Natur kontinuierlich zu vertiefen, sodass eine respektvolle Verbundenheit entstehen kann.

Kinder lernen in Beziehung – durch echtes Interesse, durch Vorbilder, durch das, was sie berührt.

Damit ein Kind eine eigene Integrität entwickeln kann, muss es sich seiner selbst bewusstwerden und seine Gefühle wahrnehmen. Wir legen Wert darauf, die Kinder darin zu begleiten, ihre Bedürfnisse zu erkennen, anzunehmen und dafür einzustehen. In einer achtsamen Beziehung zu sich selbst können sie ihre Fähigkeiten und Talente entdecken und wertschätzen.
Durch Begeisterung und Beobachtung lernen Kinder von Geburt an aus eigenem Antrieb. Voller Neugier, Motivation und Vertrauen erkunden und entdecken sie wissbegierig die Welt und eigenen sich so ganz natürlich neue Fähigkeiten an. Wir bauen darauf, dass eigene Erfahrungen neugierig machen und zum Lernen motivieren. Wir unterstützen die Kinder auf dem Weg zum Erleben, zum Begreifen und Erkennen. Unser Ziel ist es, „Lernen stattfinden“ zu lassen, indem die Kinder aus innerer Motivation eigene Erfahrungen machen und so ihr Wissen erweitern. Eigenmotiviertes Lernen ist interessengesteuert und aus unserer Sicht nachhaltig. Es führt zu mehr Selbstvertrauen und zum Bewusstwerden der eigenen Fähigkeiten und Begabungen.
Der individuelle Lern- und Entwicklungsprozess der Kinder darf unter der Begleitung der Lernbegleiter selbst bestimmt werden. Wir passen uns den Bedürfnissen, Fähigkeiten und dem Lerntempo jedes einzelnen Kindes an. Indem wir flexible Lernwege bieten und persönliche Stärken, sowie Interessen berücksichtigen, fördern wir eigenständiges Lernen. Dem natürlichen Lernen zu vertrauen heisst für uns, den ureigenen Fähigkeiten und dem Lebensweg eines jeden Menschen zu vertrauen. Eigenmotiviertes Lernen ist interessengesteuert und aus unserer Sicht nachhaltig. Es führt zu mehr Selbstvertrauen und zum Bewusstwerden der eigenen Fähigkeiten und Begabungen.
Freies, selbstbestimmtes Spielen ist ein entscheidender Motor für die Entwicklung des kindlichen Gehirns. Im Vergleich zu anderen Aktivitäten sind dabei die meisten Gehirnareale gleichzeitig aktiv, vernetzen sich und bilden neue Synapsen. Auf diese Weise erkundet, vertieft und verarbeitet das Kind eigenständig wichtige Themen und stärkt seine Fähigkeit, Probleme zu lösen. Spielen bereitet Freude und die Hirnforschung zeigt uns: Lernprozesse sind dann besonders effektiv und nachhaltig, wenn sie für Kinder relevant und mit positiven Emotionen verbunden sind. Begeistertes Spielen sehen wir deshalb als eine Form des intrinsischen Lernens an. Dieses Geschenk der Natur wollen wir auch während der Schulzeit fördern, weshalb das Spielen einen festen Platz im Schulalltag hat.
Eine wertschätzende, achtsame Begegnung auf Augenhöhe bedeutet für uns, dass Lernbegleiter die Entwicklung des Kindes ganzheitlich verstehen und gemeinsam mit ihm wachsen. Die Verantwortung für die Gestaltung dieser Beziehung liegt bei den Erwachsenen, da Kinder auf liebevolle, klare Führung angewiesen sind, um Orientierung zu finden. In einer stabilen Beziehungskultur lernt das Kind, die Andersartigkeit und Emotionen anderer anzunehmen und zu respektieren. Mitgefühl und eine lösungsorientierte Begleitung in Konfliktsituationen sind zentrale Werte, die wir vorleben.

Neugier ist der Schlüssel zum Lernen. Wer neugierig bleibt, bleibt lernfähig.

Unsere Ziele

Der LernOrt SEISA ist ein Ort für selbstbewusstes, eigenmotiviertes, individuelles, spielendes und achtsam begleitetes Lernen.
Die Kinder eigenen sich während der Schulzeit die Grundanforderungen des Lehrplan 21 an.
Die Kinder erwerben personale, soziale und methodische Kompetenzen, um sich in der Gesellschaft achtsam, selbstbewusst und selbstverantwortlich einbringen zu können.
Die Kinder lernen in eigenem Tempo und stehen bei uns im Zentrum. Ihre Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten werden wahr- und ernst genommen.
Die Schulräume sind so gestaltet, dass selbständiges Lernen ermöglicht wird.
Die Kinder lernen drinnen und draussen. Regionale Lebensräume wie die Sense, Wald, Garten und Bauernhof werden wöchentlich als Lernorte in der Natur genutzt.
Die Kinder lernen in altersdurchmischten Gruppen. Sie lernen von- und miteinander, durch unterschiedliche, projektorientierte und lebensnahe Settings.